Lieferanfrage 1 (allgemein)


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Stichtag: Stand der Informationen dieser Seite (auch Verlinkungen): 04.11.13 (wenn nichts anderes angegeben)

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LIEFERANFRAGE 1

Am 17.10.13 um 9:35 Uhr habe ich eine Lieferanfrage an 312 Anbieter versendet. Die Anbieter wurden spezifiziert nach dem Kriterium “Anbieter, die mindestens drei Artikel anbieten, und per Webmailer kommunizieren”. Bei den Anfragen waren 73 Anbieter mit einer auf DE endenden Emailadresse, also vermeintlich deutsche Anbieter (23%). Die Lieferanfrage wurde als Händler gestellt, in Deutsch und Englisch verfasst und grundlegend auf “alle Artikel” abgestellt. Für die Anbieter also eine sehr lukrative Anfrage, die guten Umsatz und daher hohe Rendite verspricht. Trotzdem hat nur knapp 1/5 aller angeschriebenen Anbieter reagiert. Von den deutschen Anbietern hat erstaunlicherweise (bzw. wie erwartet) kaum jemand reagiert. Hier wurde nur ca. 1/20 der Anfragen beantwortet.

Die erste Antwort kam schon am 16.10.13 um 8:46, also einen Tag vor dem Absenden 😉

Das ist zwar nicht schlimm, aber invalide Absenderdaten machen im Geschäftsleben keinen sonderlich guten ersten Eindruck. Die Antwort lautete dann auch nur “Um welche Ware geht es denn?”

Reaktion:

  • Absendung: 17.10.13, 9:35 Uhr
  • 312 Anfragen wurden abgesendet (100%)
  • 4 Emails kamen sofort als “unzustellbar” zurück (1,3%)
  • 236 Anbieter reagierten überhaupt nicht (76%)
  • Von 312 möglichen haben sich also nur 67 Anbieter zurück gemeldet (21%)
  • Von den 73 auf DE endenden Emailadressen haben 69 nicht reagiert (94,5%).

Antworten:

  • 17.10.13 (Tag der Absendung) 48 Antworten (15%)
  • 18.10.13 9 Antworten (3%)
  • 19.10.13: 7 Antworten (2%)
  • 20.10.13: 1 Antwort
  • 21.10.13: 1 Antwort
  • 23.10.13: 2 Antworten
  • 24.10.13: 2 Antworten
  • 25.10.13: 1 Antwort
  • 27.10.13: 1 Antwort
  • 30.10.13: 2 Antworten
  • 01.11.13: 2 Antworten

Das heißt, 79% der angeschriebenen Anbieter haben auf das lukrative Kaufangebot eines gewerblichen Kunden überhaupt nicht reagiert, obwohl sie die Anfrage erhalten haben.

Von den deutschen Anbietern haben sich 94,5% nicht gemeldet, obwohl sie die Anfrage erhalten haben. Letzteres könnte dafür sprechen, daß die Emailadressen samt der Angebotspalette speziell für die Melango Datenbank angelegt worden sind. Dann allerdings weiß Melango, was die Stunde geschlagen hat.

Von den 67 Rückantworten enthielten nur 4 (vier) eine Firmenanschrift bzw. waren in etwa firmenmäßig aufgemacht. Der Rest lief unter “Wer bist du und wenn ja wie viele”, also übelst schlechte Online Übersetzung.

Inhaltliche Auswertung

Inhaltlich ausgewertet wurden die Emails vom 17.10.13 und ein Teil der Mails vom 18.10.13 (bis 9:33 Uhr). Ein Teil der Antworten wird hier veröffentlich. Nicht, um die “Händler” bloß zu stellen, sondern um die katastrophale Situation zu demonstrieren, in die man wahrscheinlich gerät, wenn man diesen Anbietern Geld überweist – am Ende noch per Vorkasse über Western Union!

Das folgende Schreiben wurde abgeschickt

23.19.Anschreiben

Über das schlechte Englisch wollen wir nicht streiten. Als Kunde darf ich das. Es soll möglichst authentisch sein. Ich schreibe aus Deutschland, und die meisten Anbieter sitzen dem (zutreffenden) Eindruck nach im Ausland, so daß die Anfrage auf Englisch sinnvoll ist, um überhaupt Antwort zu bekommen.

Diese Adressen wurden angeschrieben. Sie stammen aus dem Angebot (“Ware”) von Melango

23.20.312 angeschriebene Emailadressen

Die erhaltenen Antworten der Anbieter können sich sehen lassen.


Antworten aus LIEFERANFRAGE 1

Nachfolgend ein kleiner Auszug aus allen Antworten:

…Zurück zu uns für die Verarbeitung und den Kauf der Produkte…

Da entsteht Vertrauen zum Händler: “häh, was soll ich tun…?”

23.01.hc_001

…Nachts ist es oft kälter als draußen…

23.02.hc_002

Manche Händler sind sich schon selbst leid, sind aber höflich und antworten trotzdem

23.03.hc_003

Mehr High Tech, als der menschliche Kopf verstehen kann. “Nippel durch Lasche?” Oder umgekehrt?

23.04.hc_004

Korrekt! England ist eine Insel. Von daher sind alle Seller Inseller

23.05.hc_005

Beide Enden der(selben) Wurst gewinnen: Der Händler erhält Geld, und der Kunde gewinnt an Erfahrung

23.06.hc_006

Dieser Händler hat den Überblick. Er hat die Sorge um diese Art von Geschäften richtig gedeutet

23.07.hc_007

…Dein Wille wird geschehen, im Himmel und auf Erden…

23.08.hc_008

…Ab 100 iPhones ist das Lieferauto im Preis enthalten. Hat zwar keinen Fahrzeugbrief, ist aber fast neu…

23.09.hc_009

Russisch zieht immer: DAS ist echte Putin-Qualität 😉

23.10.hc_010

Western Union ist eine sichere Zahlungsart für Geld und Ware. Beides sieht man nie wieder.

23.11.hc_011

Western Union ist gerne gesehen, kann also nicht verkehrt sein 😉

23.12.hc_012

Die ev. Kirche als Anbieter? Oder was wollen Luthers Thesen uns sagen?

23.13.hc_013

“Können Sie die Liste der Elemente können wir wissen”… Natürlich kann ich das, habe ja Chemie gehabt!

23.14.hc_014

Boah! Eine ganze Schirmherrschaft zum kleinen Preis

23.15.hc_015

Absolut sinnvoll: Bei Zahlung mit Western Union gibts natürlich nur eine “Proforma Rechnung”

23.16.hc_016

Diese Email-Adresse gibt es zwar nicht mehr, aber sie antwortet wenigstens brav

23.17.hc_017

Doppelhandys? Handyshandys…ich will aber ein Handyshandys-handys Handy

23.18.hc_018

Zwei Wochen später wurde eine weitere Lieferanfrage gestellt, die diesmal an deutsche Händler geht undauf  ein konkretes Objekt “Galaxy S3 für 89 EUR” abziehlt.


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