Das Angebot von Melango


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Stichtag: Stand der Informationen dieser Seite (auch Verlinkungen): 12.10.13 (wenn nichts anderes angegeben)

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Hinweis: Die Auswertung der folgenden Daten erfolgt ohne Haftung und ohne Anerkennung einer Rechtspflicht. Im folgenden beziehe ich mich auf den erhaltenen Datenbestand (Excel Datei). Ich gehe davon aus, daß die Daten mit den von Melango angebotenen identisch sind, da sie mir als solche ausgehändigt worden sind. Unstimmigkeiten können gerne an mich gemeldet werden (Kontaktdaten siehe Nutzungsbedingungen).


Der Datenbestand von Melango als zentraler Kaufgegenstand

B2B sparen

Wer sich dafür interessiert, was Melango & Co. eigentlich anbietet, kann einen Blick auf die weiter unten verlinkte Datei werfen, die ein freundlicher Facebook-User in Excel abgezogen hat. Den Link nach Facebook habe ich leider nicht mehr.

B2B ist ein echter Markt für Satire Liebhaber. Ich habe verschiedene Händler angeschrieben, siehe folgende Seiten.

Doch zunächst möchte ich auf meine Auswertung des (völlig krummen) Datenbestands eingehen.


Die Auswertung

Die Daten können sich ebenso (wenig) sehen lassen wie die Antworten der Händler auf Lieferanfragen.

Sehen lassen können sie sich nur, wenn man auf SATIRE aus ist.

Die B2B Branche ist aber keine Satire, sondern hier geht es um knallharte Geschäfte, die oft sogar gerichtlich verfolgt werden, wenn man nicht sofort zahlt. Die Melangobranche verkauft keinen Spaß, sondern Lieferadressen. Genau genommen (und Juristen sollten das eigentlich wissen) bieten Melango & Co bei Facebook und vielen anderen Stellen im Netz auch keine Adressen an, sondern man wirbt konkret mit Handys, Organizern, Smartphones und vielem mehr. Klickt man z.B. auf den Link mit einem Handyangebot (Beispiel siehe unten), sind es dann plötzlich nur noch “Adressen”, die Melango verkauft. Wo also sind die Handys, Organizer, Smartphones aus der Werbung? Es wundert einem, daß den Gerichten oder Rechtsanwälten das nicht auffällt. Mir ist bisher kein einziger Fall bekannt geworden, wo der Kauf mit der Begründung angefochten worden wäre, daß es zum Angebot gar keine Ware gibt !!!

I. Die Ware von Melango ist qualitativ nichts wert. Siehe auch Auswertung unten.

Offenbar akzeptiert die Welt, daß es im Endeffekt nur Adressen zu kaufen gibt, wo zuvor eine richtige Ware (z.B. ein Handy) angeboten worden ist. Hier, in einem Angebot, was in dieser Form 1000-fach bei Facebook die Runde macht, steht jedenfalls nichts von “Adressen”, sondern es wird sehr deutlich erkennbar ein Handy Marke Galaxy S3 für 89 EUR angeboten. Allein DAS ist schon ein Grund, daß -real- gar kein Vertrag zustande kommen kann bzw. ein solcher juristisch auf sehr wackeligen Füßen stehen würde.

23.22.Melango-Köder

II. Auch die “Ersatzware” Adressen ist unbrauchbar

Doch selbst die Adressen sind noch nicht der dünnste Ast, auf dem das Geschäft fußt, denn diese Adressen sind marode! Dahinter stecken zumeist Anbieter, die oft nicht mal den Namen verdienen geschweige denn eine seriöse Firma darstellen. Oftmals, in den allermeisten Fällen, muß die Ware, die dann aus dem Ausland kommen soll, per Vorkasse bezahlt werden. Ob die Ware nach dem Bezahlen wirklich kommt und in welchem Zustand/Qualität sie ist, bleibt der Fantasie des Bestellers überlassen. Die Zahlungsart “Western Union” taucht nicht nur 1x auf, sondern zieht sich wie ein roter Faden durch diese Art von “Anbieterdatenbank”. Finger weg! kann der einzige Ratschlag sein, den man hier erteilen will.

§§ ! — Die Ware (“Adressen”) weicht von ursprünglichen Angebot (“Handys”) ab

In Folge haben Melango & Co aber keine Ware zu verkaufen, weil deren “Ware”

  1. von ursprünglichen Angebot (Handy, Organizer, Smartphone usw.) abweicht und
  2. die stattdessen angebotene Ware ebenfalls nichts wert ist, da es sich zum überwiegenden Teil um Fakeadressen, kleine private “Klitschen” im Ausland oder lupenreine Betrügerfirmen handeln dürfte..

Den Gerichten und Anwälten fehlen offenbar die geschäftlichen Hintergrundinformationen

Wo die zahlreichen Urteile herkommen, die der Firma Melango da noch Recht geben, ist mir ein Rätsel und juristisch ein klärungsbedürftiges Faktum. Ich gehe davon aus, daß diese Urteile zum ganz überwiegenden Teil auf mangelnde Informationen beruhen, was tatsächlich angeboten wird. Denn das Angebot ist weitgehend unbrauchbar. Unbrauchbare Ware rechtfertigt jedoch die Wandlung, d.h. ein Preis wird nicht fällig und der Vertrag kann rückabgewickelt werden bzw. ist mangels ordnungsgemäßer Lieferleistung gar nicht erst zustande gekommen. Nur die wenigsten Gerichtsverfahren beziehen meines Wissens die Ware von Melango mit in die Betrachtung ein, sondern befassen sich oft einzig und allein auf die mehr oder weniger streitbaren Modalitäten der Anmeldung. Und das ist meiner Ansicht nach ein großer Fehler der Anwälte. Ein regelrechter Bock ist das, der hier geschossen wird.


Datenbestand vom 07.06.13

Vorab gesagt: Der Datenbestand der B2B-Branche hat mit Großhandel so viel zu tun wie Tellerklappern in der Küche mt einem Klavierkonzert in der Stadthalle. Alle Angebote auf dem Handelsportal Melango werden von den Mitgliedern bereit gestellt, die mit großer Wahrscheinlichkeit vorher ebenfalls auf die Angebote hereingefallen sind. Die alten Opfer werden also als Köder zum Fangen neuer Fische verwendet. Ein wirklich patentes Verfahren, was mich in gewissem Sinne schmunzeln lässt.

Das Angebot vom 07.06.13 habe ich am 30.09.13 in einer Facebook-Selbsthilfegruppe *) bekommen.

* Die -sehr grenzwertige- “Selbsthilfegruppe” beschreibe ich unter dem Menüpunkt “Sterbehilfe für Opfer”.

Der Datenbestand vom 07.06.13 kann auch als Excel auf der Seite von “Betrug und Abzocke” heruntergeladen werden:

Allerdings sind es keine Daten von “annähernd 12118 Unternehmen”, wie im Internet behauptet (und von  betrug-und-abzocke.com kurioserweise leider auch noch bestätigt wird), sondern lediglich 951 verschiedene Anbieter (8%). Von denen sind dann wieder 270 durch Verdopplung, Verfälschung oder sonstiger Inkonsistenzen unbrauchbar (28%), weil die Kontaktdaten schlicht und einfach nicht stimmen. Selbst wenn man alle Anbieterdaten nutzbar wären, was sie wie gesagt nicht sind, bleiben von den angeblichen 12118 Anbietern nur noch 951 (8%) übrig. Das ist kein “Wegkürzen der Daten”, sondern mehr Anbieter sind schlicht und einfach nicht vorhanden. Von diesen 951 sind wiederum 807 (85%) NICHT aus Deutschland, haben lediglich eine Webmailer Emailadresse oder verwenden die mit Vorsicht zu genießende Geschäftsform der englischen Limited. Wodurch im Endeffekt von den 12118 Datensätzen nur noch 144 Anbieter übrig bleiben, die ernsthaft aquiriert werden könnten. Das sind gerade einmal 1,2%, bei denen man dann die versprochenen “Schnäppchen” suchen könnte. Mit der eher unwahrscheinlicher Aussicht, auch wirklich fündig zu werden (“Nadel im Heuhaufen”). Mehrere Testanfragen (auf die ich samt Veröffentlichung der Antworten weiter hinten noch genau eingehe) bestätigen auch genau diese Befürchtung.  Wie man nachfolgend sieht (und über die Exceldatei auch selbst prüfen kann), besteht das “Angebot” von Melango ganz überwiegend aus wirtschaftlich unbrauchbarem Datenmüll. Genau so gut könnte man alte Zeitungen aus Altpapiertonnen nehmen und Gewerbetreibenden als “Bücher” oder “Fachzeitschriften” verkaufen, getreu dem Motto: “Ihr habt kein Widerrufsrecht, also müßt ihr auch bezahlen”.

Daß in der Datenbank “1850 Unternehmen aus Deutschland” enthalten sind, gibt die ansonsten hilfreiche Seite betrug-und-abzocke.com leider völlig falsch wieder, da es, wie oben schon beschrieben, insgesamt ja noch nicht mal 1000 Anbieter gibt, von denen zudem ein Großteil auf invaliden Daten aufbaut, also nicht nutzbar ist. Die einzige Erklärung, die ich für das falsche Zahlenwerk von betrug-und-abzocke.com habe ist die, daß man dort die Artikel mit Händlern verwechselt hat. Enthalten sind 12118 Artikel, bei denen aber immer mehrere vom selben Händler angeboten werden, so daß die Anzahl Händler natürlich viel niedriger als 12118 sein muß. Meine Zahlen stimmen, was auch jeder über das Excel nachprüfen kann.

Da die Daten im Excelformat vorliegen, in dem sie nicht gut analysiert werden können, sei der ansonsten guten Seite “Betrug und Abzocke” kein Vorwurf zu machen. Ich habe den Datenbstand in eine analysefähige Form transponiert, diese dort gescrubbt (bereinigt) und sodann mit Domänen- und Statistikfunktionen ausgewertet. Ein Vorgang, der mehrere Stunden in Anspruch nimmt, und dennoch nicht vollumfänglich alle Fehler aufgedeckt hat. Die Daten dürften noch weit “krummer” und unbrauchbarer sein, als es die Ergebnisse aussagen.

Im folgenden habe ich die Adressen einer kleinen Auswertung unterzogen und (weiter hinten) einen Teil der Anbieter per Email mit Bitte um ein Angebot angeschrieben und um Rückantwort gebeten.


Datenauswertung

Zunächst wurden die Daten auf Inhalt, Konsistenz, Herkunft, Geschäftstyp und Erreichbarkeit der Anbieter ausgewertet. Dabei scheint es so, als wären schon mindestens 60% der Daten krumm, also unbrauchbar. Was jedoch nicht heißt, daß die verbleibenden 40% nutzbar wären, sondern daß 60% schon auf den ersten Blick auffällig sind. Die verbleibenden Angebote sind zu prüfen, wobei mindestens weitere 20% aus dem Qualitätsraster fallen dürften. Die restlichen 20% sind die Daten, mit denen man in Step 2 vorlieb nehmen kann, um diese näher zu prüfen oder um Preisanfragen einzuholen. Das heißt aber nicht, daß diese 20% die Versprechungen von Melango erfüllen. Im Gegenteil: Etwaige niedrige Preise resultieren oftmals daraus, daß hier die MwSt. fehlt und mitunter teilweise erhebliche Zuschläge durch ZOLL und Lieferkosten aus dem (teilweise außereuropäischen) Ausland hinzu gerechnet werden müssen. Im Endeffekt kommen die Preise den Inlands-Verkaufspreisen so nahe, daß bei dem Angebot der Melango Branche nicht von einem “Schnäppchen” gesprochen werden kann, wofür man Geld bezahlen müßte. Im Gegenteil trägt der interessierte Käufer noch eine Vielzahl von Risiken, wenn er bei bestimmten Anbietern aus dem angebotenen Datenbestand einkauft. Zwei Risiken dominieren: Das eine ist das Risiko der Vorkasse ins ausland, das andere die Gefahr, statt Originalware mit billigen und funktionsgestörten Nachbauten aus Fernost abgespeist zu werden.

Zur Datenbank

Die Datenbank enthält 12118 Datensätze. Jeder Datensatz ist ein Produkt. Üblicherweise bietet eine Firma mehrere Produkte an. Es gibt aber auch 404 Firmen, die nur ein Produkt (also 1 Datensatz) anbieten. Die Auswertung erfolgt in 2 Schritten:

A – Zunächst wird auf die 12118 Produktdatensätze abgestellt

23.21.A-Produktbezogene Auswertung

B – Dann wird auf die 1720 Händler abgestellt

23.22.B-Anbieterbezogene Auswertung


Inkonsistent bis zum geht-nicht-mehr

Wie “krumm” die Daten tatsächlich sind, zeigen bei Bedarf weiter Analysen.

Hier nur zwei Beispiele:

Beispiel 1: Emailadressen mit unzutreffenden Anbietern

23.25.Emailadressen mit unzutreffenden Anbietern

Quelle: PDF

Beispiel 2: Anbieter mit fremden Emailadressen

23.27.Anbieter mit fremden Emailadresse

Quelle: PDF


Querverweise


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